Dienstag, 7. April 2015

Tagebuch einer Arbeitslosen: Warum überhaupt?

Man fragt sich bestimmt, warum es hier um Arbeitslosigkeit geht. Naja, weil es ein Thema ist, das mich beschäftigt und betrifft. Ich gebe zu: Das Interesse für dieses Thema kam erst nach der Betroffenheit. 

Ich weiss ja bereits, wie Arbeitslosigkeit sich anfühlt. Aber über 40 zu sein und zu sehen, wie viel sich verändert hat, und dass manche immer noch im Mittelalter stecken, finde ich peinlich. Das muss einfach ans Licht. 

Wie auch immer. Jeder muss sich selbst an die Nase fassen und die Feder in die Hand nehmen, sich ausdrücken oder spazieren gehen. Ich bin als Mensch echt faul. Obwohl ich viel tue. Irgendwas habe ich aufgegeben. Und darum schreibe ich. Das ist so das Loch, aus dem meine Enttäuschung fliesst. Ich hoffe, dass die Suppe aus Buchstaben - da sind noch viele andere Buchstaben, glauben Sie mir - irgendwann ein See wird, in dem alle baden können. Und aus ihm trinken. Fuck Nestle! Die klauen in der ganzen Welt das Wasser. Mein innerstes Kind ist stinksauer. Darf eine gestandene Frau so denken? Wo ist wieder so ein Schaltfehler in meinem Kopf und Herz, der mich einschränkt? Löschen, auflösen in Licht. Ich darf das. Und du auch. Meine Wut überträgt sich momentan auf alles. Ich bin wie Walter Sobchak geworden. Immer recht behalten wollen, immer alles auf eine einzige Sache reduzieren oder setzen. Schwarz oder Weiss. Recht oder Unrecht. Ich weiss, woher das kommt. Lange her. Viel Lärm um nichts. 

Ich sehe das hier als eine Schrei(b)übung. Gerade las ich auf SPON (Spiegel online), was so alles passiert ist. Das weiss ich ja. Aber ich wollte gucken, wie die das alles aufbereitet haben. Und sah aber noch 2 Sachen, die ich interessant fand. Zum einen war da ein Text, in dem es um Hits ging, deren Texte voll die tiefe Bedeutung haben. Mir fiel als Erstes "We Didn't Start the Fire" ein. Dann klicke ich auf den Artikel und sehe: Siehe da. Das Lied. Der zweite nette Text auf SPON (Spiegel online, nech) erzählte ein bisschen von den skurrilen Gewohnheiten von Persönlichkeiten, die im Schreibbusiness tätig waren. Hemingway notierte zum Beispiel täglich die Anzahl von Wörtern, die er geschrieben hatte. Oder warens Seiten? Hollari, was sind wir ne ehrgeizige Spezies. Und Siechmund Freud liess sich sogar die Zahnpasta auf die Bürste klatschen von seiner Frau. Alle Männer sollten sich die Zähne selbst putzen und einfach ein, zwei Jahre den Mund halten. Nix mehr sagen. Frühlingswut!

Die allerbeste News des Tages ist, dass Akte X zurückkommt. Alles andere ist Politik. Zum Gähnen. Wo sind mal News, die eine Progression beweisen und die Bemühungen, diese zu hindern, aufdecken? Wann treten alle Regierungen zurück? In Deutschland bestätigte ein Gericht heute, dass die BRD kein Staat ist. Man höre, staune und fange an zu denken.  http://www.mzw-widerstand.de/blog/MZWTV/skandal__gericht_besttigt_brd_ist_kein_staat-537980.html

Fertig. 

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